Caritas warnt vor Gefahren durch Sportwetten

Caritas warnt vor Gefahren durch Sportwetten
Vor dem Start der Fußball-WM warnt die Caritas vor den Suchtgefahren von Sportwetten und fordert mehr Prävention. Besonders eine bestimmte Gruppe sei durch Sportwetten gefährdet.

Berlin (epd). Die Caritas warnt vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer vor den Gefahren von Sportwetten. Es brauche strengere Jugendschutz- und Alterskontrollen für Sportwetten und ein umfassendes Werbeverbot, forderten der Deutsche Caritasverband und die Caritas Suchthilfe am Freitag in Berlin.

Studien und Stellungnahmen von Fachstellen zeigten, wie schnell besonders jungen Menschen ein problematisches Spielverhalten drohe, teilten die katholischen Hilfsorganisationen weiter mit. Auf Social-Media-Platformen werde Sportwetten-Werbung gezielt an junge Menschen ausgespielt. Diese Werbung sei oft kaum als kommerzielle Botschaften erkennbar, sondern tarne sich als Sportinhalt.

Sportbegeisterte besonders gefährdet

Laut dem Leiter der Arbeitsgruppe Glücksspielsucht der Caritas Suchthilfe, Thomas Abel, sind besonders junge, sportinteressierte Menschen durch solche riskanten Wettangebote gefährdet. „Viele glauben, ihr Fachwissen über Sport verschaffe ihnen einen Vorteil und ermögliche schnelle Gewinne“, erklärte Abel.

Die Caritas forderte mehr Aufklärung und einen Ausbau von vorbeugenden Angeboten. Diese Prävention solle in die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern verpflichtend integriert sein. Die Fußball-WM wird vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen.