Oranienbaum-Wörlitz (epd). Mit dem ersten Spatenstich für das künftige Welterbezentrum am „Gelben Haus“ im Wörlitzer Park (Sachsen-Anhalt) hat am Mittwoch die Umsetzung eines auf zehn Jahre angelegten Masterplans begonnen. Im ersten Schritt soll das Ensemble am Wörlitzer Schloss bis 2029 saniert und denkmalgerecht modernisiert werden, teilte die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz mit. Bund und Land Sachsen-Anhalt wollen insgesamt 150 Millionen Euro bereitstellen, um die Sanierung zahlreicher Herrenhäuser, Schlösser und Parkanlagen abzusichern, hieß es.
Neben dem „Gelben Haus“ und dem Marstall sollen zudem Schloss und Schlosspark Oranienbaum sowie Schloss und Schlosspark Mosigkau saniert und revitalisiert werden. Damit werde „die nationale und internationale Strahlkraft des Gartenreichs als Unesco-Welterbestätte und bedeutender Ort deutscher Aufklärung noch stärker in den Fokus gerückt“, erklärte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos).
Masterplan für historische Schlösser und Parkanlagen
Das Ensemble „Gelbes Haus“ entstand um 1700 als Wirtschaftshof. Fürst Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817), der Begründer des Gartenreichs Dessau-Wörlitz, nutzte es vor Fertigstellung des Wörlitzer Schlosses 1773 zum Wohnen.
Künftig soll das Gebäude als Besucherzentrum auch über das Unesco-Welterbe und dessen Erhalt informieren. Neben dem Gartenreich selbst zählen dazu die nahe gelegenen Welterbestätten des Bauhauses Dessau sowie der Luthergedenkstätten in Wittenberg und Eisleben. Zum Weltkulturerbe zählen in Sachsen-Anhalt zudem die Altstadt von Quedlinburg mit der Stiftskirche, der Naumburger Dom und die Himmelsscheibe von Nebra.



