Zahl der neu geschaffenen Wohnungen 2025 erneut gesunken

Zahl der neu geschaffenen Wohnungen 2025 erneut gesunken
Zuletzt wurden 2012 noch weniger Wohnungen fertiggestellt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Ein Plus gab es dagegen bei den Baugenehmigungen.

Wiesbaden (epd). Die Zahl der neuen Wohnungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Wert seit mehr als einem Jahrzehnt gesunken. 2025 wurden rund 206.600 Wohnungen fertiggestellt, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das war ein Rückgang um 18 Prozent und der niedrigste Wert seit 2012. Ein Plus gab es dagegen bei den Baugenehmigungen.

Die Zahl der neu gebauten Wohnungen sank den Angaben zufolge das zweite Jahr in Folge deutlich, bereits 2024 gab es ein Minus von 14,4 Prozent. Zuletzt sei die Zahl 2012 mit 200.500 niedriger gewesen, teilte das Bundesamt weiter mit.

Rückgang seit 2020

Mit 306.400 neuen Wohnungen hatte die Bautätigkeit im Jahr 2020 ein 20-Jahres-Hoch erreicht. Seitdem sinkt die Zahl. 2021 bis 2023 waren der Statistikbehörde zufolge jeweils noch rund 294.000 neue Wohnungen hinzugekommen.

Die Zahlen enthalten laut der Statistikbehörde sowohl neu geschaffene Wohnungen in Alt- und Neubauten als auch in Nichtwohngebäuden, etwa Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden. In Ostdeutschland fiel der jüngste Rückgang prozentual mehr als doppelt so stark aus wie im Westen.

Weniger Wohnfläche

Der Trend zu weniger Wohnfläche setzte sich fort. Eine Neubauwohnung hatte im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Wohnfläche von 95,2 Quadratmetern. „Die bisher größte durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung war im Jahr 2007 mit 116,4 Quadratmetern gemessen worden, seitdem nahm die durchschnittliche Wohnungsgröße ab“, erklärten die Statistiker.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr dagegen um 10,6 Prozent auf 238.100 und übertraf die Zahl der fertiggestellten Wohnungen. Der Bauüberhang, das sind bereits genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen, bewegte sich den Angaben zufolge zum Jahresende 2025 mit 760.700 Wohnungen auf Vorjahresniveau.