OECD: Klimafinanzierung für arme Länder 2023 und 2024 gestiegen

OECD: Klimafinanzierung für arme Länder 2023 und 2024 gestiegen
In den Jahren 2023 und 2024 sind jeweils mehr als 100 Milliarden US-Dollar an Klima-Hilfen in Länder des globalen Südens geflossen.

Frankfurt a.M., Paris (epd). Im Kampf gegen die Klimakrise sind laut Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zuletzt mehr Gelder aus Industrienationen in Länder des globalen Südens geflossen. Wie die OECD am Donnerstag in Paris mitteilte, wurde das Ziel, jährlich mindestens 100 Milliarden US-Dollar an Klimafinanzierung zu mobilisieren, sowohl 2023 als auch 2024 erreicht. Den OECD-Daten zufolge lag die Summe 2023 bei 132,8 Milliarden Dollar. 2024 seien Mittel in Höhe von 136,7 Milliarden Dollar mobilisiert worden, hieß es.

Die Gelder fließen sowohl in Maßnahmen zur Einsparung von Treibhausgasen als auch in die Anpassung an die Folgen der Klimakrise. Die international vereinbarte Zielmarke von 100 Milliarden Dollar war erstmals im Jahr 2022 erreicht worden, zwei Jahre später als ursprünglich vorgesehen.

Klimaexperte warnt vor neuen Kürzungen

OECD-Generalsekretär Mathias Cormann lobte, dass das 100-Milliarden-Dollar-Ziel 2024 das dritte Jahr in Folge erreicht worden sei. Dies zeige das „klare Bekenntnis“, Entwicklungsländer bei der Anpassung und Minderung des Klimawandels zu unterstützen, sagte Cormann.

Bei der Erfassung der Geldströme werden sowohl staatliche Zuschüsse berücksichtigt als auch private Investitionen, die durch öffentliche Beteiligung ermöglicht wurden, etwa durch Garantien. Laut den OECD-Daten lagen die so mobilisierten privaten Mittel 2024 bei rund 30,5 Milliarden Dollar (2023: rund 22,9 Milliarden Dollar).

Für 2025 liegen noch keine Daten vor. Der Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig warnte mit Blick auf die weltweiten Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit im vergangenen Jahr auch vor einem spürbaren Rückgang der Klima-Hilfen.