Gotik-Treffen: Leipzig wird schwarz

Viktorianischen Picknick beim 31. Wave-Gotik-Treffen.
Jan Woitas/dpa
Viktorianischen Picknick beim 31. Wave-Gotik-Treffen.
Auch Kim Wild ist dabei
Gotik-Treffen: Leipzig wird schwarz
Tausende düstere Kostüme, Friedhofsführungen und ein Picknick wie im 19. Jahrhundert: Leipzig verwandelt sich am Pfingstwochenende wieder in die Welthauptstadt der Gotik-Szene. Sogar die Kirchen mischen bei diesem schrillen Kult-Treffen mit.

Tausende Menschen werden rund um das Pfingstwochenende zum 33. Wave-Gotik-Treffen der sogenannten schwarzen Szene in Leipzig erwartet. Zum Programm von Freitag bis Montag haben sich etliche Bands sowie Künstlerinnen und Künstler angekündigt, wie die Festivalveranstalter am Dienstag in Leipzig mitteilten. 2025 kamen rund 19.000 Menschen zu dem Festival. Das Treffen findet vom 22. bis 25. Mai in Leipzig statt.

Geplant sind neben Konzerten und Partys auch Lesungen, Vorträge, Friedhofsführungen und Theatervorstellungen sowie Filmaufführungen. Erwartet werden unter anderem die britische Sängerin Kim Wilde und die Band "Einstürzende Neubauten". Ein Höhepunkt ist traditionell das "Viktorianische Picknick" im zentralen Clara-Zetkin-Park, bei dem aufwendige Kostüme getragen werden. Auch Kirchen gestalten das Festival mit.

Die Gothic-Kultur entstand Anfang der 1980er Jahre aus der Punk- und Wave-Szene. Ihre Anhänger hören bestimmte Musik und beschäftigen sich mit Tod und Vergänglichkeit. Das erste Wave-Gotik-Treffen fand 1992 im Leipziger Stadtteil Connewitz statt. Heute gilt das Festival als eines der größten Events der Szene.