Berlin (epd). Wegen der seit dem Iran-Krieg gestiegenen Kosten achten viele Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge stärker auf ihren Energieverbrauch. Gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) gehen deshalb grundsätzlich sparsamer mit Energie um, wie eine Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox zeigt, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet (Sonntag online, Montag Print).
So reduzierten laut Umfrage 52 Prozent der Befragten ihren Stromverbrauch. 55 Prozent gaben an, weniger zu heizen und 47 Prozent sparten beim warmen Wasser. Auch beim Verkehr zeige sich ein Effekt: So ließen 48 Prozent das Auto häufiger stehen. Knapp ein Drittel (29 Prozent) gab an, öfter Fahrrad zu fahren. Ein Viertel (24 Prozent) nutze häufiger Bus und Bahn. 28 Prozent gaben zudem an, ihren Energieverbrauch regelmäßig zu überprüfen.
Jeder Vierte ist nicht sparsamer
Gut ein Viertel (27 Prozent) sei hingegen bei der Energie nicht sparsamer geworden, hieß es. Gut die Hälfte dieser Befragten (52 Prozent) gab an, bereits sparsam zu sein und kein weiteres Einsparpotenzial zu sehen. Rund ein Fünftel (22 Prozent) spüre die Kostensteigerung zwar, könne sich das aber leisten. Rund 18 Prozent derjenigen, die keine Energie einsparen, wollten die eigenen Alltagsgewohnheiten nicht ändern. Ebenfalls knapp 18 Prozent erklärten, dass sie die höheren Energiekosten kaum bemerkten.
Die Ergebnisse basieren laut Verifox auf einer Online-Umfrage aus dem April. Dafür habe das Marktforschungsinstitut Innofact 1.013 Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt. Die Ergebnisse seien gewichtet und repräsentativ.




