Weimar (epd). Für den Betrieb des historischen Hauses der Frau von Stein in Weimar liegen insgesamt sechs Bewerbungen vor. Angeboten werde ein Erbpachtvertrag für 33 bis 66 Jahre, sagte Oberbürgermeister Peter Keine (CDU) am Dienstagabend bei der öffentlichen Vorstellung der eingereichten Konzepte. Ziel der Stadt Weimar sei es, das Gebäude weiterhin für die Öffentlichkeit und insbesondere für kulturelle Zwecke nutzbar zu machen.
Die Konzepte reichen von gastronomischen Nutzungen über ein barockes Erlebnismuseum bis zu einer Akademie für Geistesgegenwart. Unter den Bewerbern ist der bekannte Hochschullehrer und Fernsehmoderator Harald Lesch. Gemeinsam mit seiner Frau und einem Weimarer Kulturmanager beabsichtigt er eine gemeinnützige Stiftung zu gründen, um in dem historischen Gebäude eine Fortbildungsakademie für Lehrerinnen und Lehrer aufzubauen. Dort soll vor allem Wissenschaft auf der Grundlage der Gedankenwelt Alexander von Humboldts (1769-1859) und Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832) vermittelt werden.
Gebäude teilweise saniert
Als weiterer Interessent plant die bereits seit 250 Jahren bestehende Weimarer Zeichenschule ein Kulturforum in dem Gebäude. Derzeit fehlt der Einrichtung mit 3.000 Schülern und 67 Dozenten ein ausreichend großes Quartier.
Das Haus ist vor dem Rückzug des bisherigen Eigentümers teilweise saniert worden. Im Obergeschoss gib tes fast fertig ausgebaute Apartments. Im Erdgeschoss befinden sich ein großer Veranstaltungssaal und kleinere Konferenzräume.




