Kardinal Marx: Papst Leo XIV. ist "Stimme der ganzen Menschheit"

Kardinal Marx: Papst Leo XIV. ist "Stimme der ganzen Menschheit"
Vor einem Jahr wurde Papst Leo XIV. gewählt. Zu diesem Anlass feierte der Münchner Erzbischof Kardinal Marx einen Gottesdienst und freute sich an der "neuen Aufmerksamkeit für den Dienst des Petrus".

München (epd). Zum ersten Jahrestag der Wahl von Papst Leo XIV. hat Kardinal Reinhard Marx das Oberhaupt der katholischen Kirche als „Stimme der ganzen Menschheit“ gewürdigt. Der Papst handle „ohne nationale und ökonomische Interessen, da ist kein Staatsoberhaupt über ihm, er ist frei. Welch eine großartige Institution“, sagte der Erzbischof von München und Freising laut Mitteilung am Sonntag im Münchner Liebfrauendom. Gerade in diesen turbulenten politischen Zeiten werde „eine neue Aufmerksamkeit sichtbar für den Dienst des Petrus, den globalen Dienst, den niemand sonst wahrnehmen kann“.

Kardinal Robert Francis Prevost war am 8. Mai 2025 in Rom zum Nachfolger des verstorbenen Papstes Franziskus gewählt worden. Zum Gedenken begeht die katholische Weltkirche jährlich einen Sonntag rund um den Wahltag als „Papstsonntag“.

„Immer in Auf und Ab“

Natürlich sei die Geschichte des Papsttums „immer ein Auf und Ab“ und habe dunkle Seiten. „Aber wir dürfen in einem solchen Jahr auch sehen, was ist, wenn es gut gestaltet wird, wenn die Personen diese Aufgabe wirklich annehmen, was es dann bewirken kann in der Welt“, sagte Marx. Gerade durch die globale mediale Öffentlichkeit sei „die Person des Petrusnachfolgers vielleicht sogar sichtbarer geworden als je zuvor in der Geschichte“.

In seiner Predigt würdigte der Kardinal auch Papst Franziskus: „Papst Leo und uns allen ist es wichtig, dass wir dieses großartige Zeugnis von zwölf Jahren nicht vergessen.“ So sei etwa die erste Enzyklika von Papst Franziskus, „Evangelii gaudium“, als Verkündigung weiterhin befreiend. Er freue sich, dass Papst Leo bei der Kardinalsversammlung im Juni wieder von diesem Text ausgehen wolle: „Dieses Zeugnis ist nicht einfach erledigt durch den Tod, sondern geht lebendig weiter.“