Spatenstich für neues Archivgebäude der Arolsen Archives

Spatenstich für neues Archivgebäude der Arolsen Archives
Für das weltweit größte Archiv zu Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus entsteht ein neues Gebäude. Spatenstich ist am 7. Mai im nordhessischen Bad Arolsen.

Bad Arolsen (epd). Im nordhessischen Bad Arolsen beginnt der Bau des neuen Archivgebäudes für die Arolsen Archives, das weltweit größte Archiv zu Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Damit soll die zum Unesco-Weltdokumentenerbe gehörende Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen langfristig gesichert werden. Der Spatenstich sei für den 7. Mai in Bad Arolsen geplant, teilte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit. Ende April 2028 solle das Gebäude fertig sein.

Der Neubau ermögliche eine zentrale, moderne und nachhaltige Archivierung. Damit werde ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung historischer Dokumente geleistet, die für Forschung, Bildung und Erinnerungskultur von internationaler Bedeutung seien. Bauherr ist die BImA, die das Projekt gemeinsam mit der Bauabteilung der Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main und dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen realisiert.

Zentrale Wissensquelle zur nationalsozialistischen Verfolgung

Die Arolsen Archives bewahren Dokumente zu verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes, darunter Unterlagen aus Konzentrationslagern, zu Zwangsarbeit und zu Displaced Persons. Die Sammlung gilt als zentrale Wissensquelle zur nationalsozialistischen Verfolgung und ihren Folgen.

Der Entwurf für den Neubau stammt vom Architekturbüro Nieto Sobejano Arquitectos. Die Fassade aus rot eingefärbten Betonfertigteilen soll an Archivboxen erinnern.