"Gerade in Zeiten politischer Spannungen und gesellschaftlicher Verunsicherung ist es ein starkes Zeichen, dass Freikirchen und Landeskirchen gemeinsam aus dem christlichen Glauben heraus für Nächstenliebe, Menschenwürde, Zusammenhalt und Demokratie eintreten", erklärt die Hamburger Bischöfin zum 100-jährigen Bestehen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) in Berlin.
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat die Freikirchen für deren klare öffentliche Haltung in politischen Fragen gewürdigt und laut EKD die klare Haltung der Freikirchen gegen politische Vereinnahmung gelobt.
"Wer versucht, einen Keil zwischen unsere Kirchen zu treiben, scheitert an unserer gelebten Geschwisterlichkeit. Für diese immer wieder öffentlich sichtbare Haltung bin ich den Freikirchen sehr dankbar", sagt die Bischöfin.
Verbindend wirke dabei nicht zuletzt die geistliche Dimension der Freikirchen. Diese weckten Gottvertrauen, "allemal in Zeiten der Verlorenheit, die viele Menschen auch derzeit empfinden." Zum 100-jährigen Bestehen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen ist für Mittwochabend eine Festveranstaltung in der Berliner Lukas-Gemeinde geplant.
Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wurde 1926 gegründet und vereint heute 15 Mitgliedskirchen mit rund 280.000 Mitgliedern. 2024 hatten EKD und VEF eine gemeinsame Erklärung über eine vertiefte Predigtgemeinschaft unterzeichnet, die zum gegenseitigen Kanzeltausch einlädt. Von den großen Kirchen unterscheiden sich die Freikirchen in manchen theologischen Fragen, aber auch in der Organisationsform. Sie betonen die freiwillige Mitgliedschaft und finanzieren sich in der Regel über freiwillige Beiträge ihrer Mitglieder.





