Hannover (epd). Kinder sind nach einer forsa-Umfrage bereits im Grundschulalter häufig gestresst und psychisch belastet. Etwa ein Viertel der sechs- bis zehnjährigen Kinder fühle sich häufig gestresst, teilte die KKH Kaufmännische Krankenkasse am Montag in Hannover mit. 42 Prozent der Eltern sagten, Druck und psychische Belastung ihrer Kinder hätten zugenommen. Die Krankenkasse hatte die Umfrage beim Marktforschungsinstitut forsa in Auftrag gegeben. Mehr als 1.000 Eltern wurden deutschlandweit befragt.
Die KKH hat zudem Daten ihrer sechs- bis 18-jährigen Versicherten ausgewertet. Diese gaben für das Jahr 2024 an, dass 25 von 1.000 Kindern im Alter von sechs bis zehn an Störungen des Sozialverhaltens sowie an akuten Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen leiden. Auch von Angststörungen sind die Kinder den Angaben zufolge betroffen. Zudem stiegen diese im Alter stark an, gab die Krankenkasse aus ihren eigenen Daten an: Im Grundschulalter leiden demnach 7 von 1.000 Kindern unter einer Angststörung. Bei den Elf- bis 14-Jährigen sind es 15 von 1.000 Kindern, im Alter von 15 bis 18 schon 32 von 1.000 Jugendlichen.
Große Herausforderungen für junge Menschen
Als Gründe nannten die Eltern vor allem hohe Erwartungen der Kinder und Jugendlichen an sich selbst sowie Versagensängste. Genannt wurden zudem Probleme mit anderen Kindern wie Mobbing, Streit oder Gruppenzwang sowie Erwartungen von außen, etwa in der Schule oder beim Sport. Weitere Stressfaktoren bei Grundschulkindern seien digitale Medien sowie Inhalte von Streaming-Diensten und Online-Spielen. Die Belastung steigt nach KKH-Angaben, wenn auch die Eltern gestresst sind oder selbst an psychischen Erkrankungen leiden.





