Wenn am 25. und 26. April 2026 die Motorrad-Szene zur Sternfahrt im oberfränkischen Kulmbach zusammenkommt, ist der Open-Air-Gottesdienst am Sonntagmorgen um 10 Uhr für viele ein fester Termin im Kalender. Vor dem größten Motorradkorso in Süddeutschland hält der Kasendorfer Pfarrer Stefan Lipfert in diesem Jahr die Predigt.
Dem Evangelischen Pressedienst (epd) erzählt er, warum Biker oft einen besonders starken Draht nach oben haben und welche Highlights die Besucher an diesem Wochenende erwarten dürfen.
epd: Herr Lipfert, welchen Stellenwert hat der Gottesdienst bei der Kulmbacher Motorradsternfahrt?
Stefan Lipfert: Die ersten Sternfahrten waren noch ohne Gottesdienst. Dann hat uns der Veranstalter gefragt, ob wir einen anbieten würden. Seitdem wird er gut angenommen. Es gibt am Sonntagmorgen kein anderes Programm vor Ort.
Meistens füllt sich das Gelände im Laufe des Gottesdienstes immer mehr. Das hängt an einem einzigen Faktor: dem Wetter. Bei Sonnenschein kommen am Ende schon bis zu 600 Menschen zusammen.
Sind Motorradfahrer ein besonderes Publikum?
Lipfert: Es sind schon auch Menschen, die aufgrund ihres Hobbys immer mal wieder in ihrem Leben eine extreme Situation erleben. Man sagt ja, es gibt zwei Arten von Motorradfahrern: die, die schon runtergefallen sind, und die, die noch runterfallen werden. Da gibt es viele, denen der Draht nach oben wichtig ist oder die eine spirituelle Seite haben. Und dieser Gottesdienst ist ein Ort, wo das Ausdruck findet.
Wie wird der Gottesdienst ablaufen?
Lipfert: Der Gottesdienst ist sehr nah am normalen Sonntagsgottesdienst dran. "Die Band" begleitet uns schon seit ein paar Jahren mit guten Liedern. Es gibt auch eine Predigt zum Thema "Traktion fürs Leben".
Wenn man mit dem Motorrad unterwegs ist, ist das Wichtigste eine gute Traktion, also eine gute Verbindung zum Boden und eine gute Haftung. Ich übertrage das in der Predigt auf die Beziehungen im Leben und zu Gott.





