Freiburg (epd). Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) haben eine Methode entwickelt, mit der sich Solarmodule optisch an ihre Umgebung anpassen lassen. Die „ShadeCut“ genannte Technik ermöglicht es, Muster wie Dachziegel oder Mauerwerk auf den Modulen abzubilden, wie das Institut am Donnerstag in Freiburg mitteilte. Der Wirkungsgrad der Stromerzeugung bleibe dabei nahezu erhalten.
Das Verfahren schneidet den Angaben zufolge präzise Muster aus einer farbigen Folie. Diese basiert auf der „MorphoColor“-Technologie, die den Farbeffekt der Flügel des Morpho-Schmetterlings nachahmt. Die Farbe entsteht nicht durch Pigmente, sondern durch die Reflexion von Licht an einer speziellen Oberflächenstruktur. Laut Fraunhofer ISE erreichen so beschichtete Module rund 95 Prozent der Leistung herkömmlicher Module.
Geeignet für denkmalgeschützte Gebäude
Die Technologie eignet sich laut Mitteilung besonders für die Integration in Gebäudefassaden, Dächer oder Geländer. Martin Heinrich, Gruppenleiter am Fraunhofer ISE, sieht vor allem bei denkmalgeschützten Gebäuden großes Potenzial, bei denen das äußere Erscheinungsbild erhalten bleiben muss. Auch Firmenlogos ließen sich auf diese Weise aufbringen.




