Hamburg (epd). Ab Mai erweitert „Bei Anruf Kultur“ sein Angebot um ein neues Format. In Kooperation mit dem Hamburger Straßenmagazin „Hinz&Kunzt“ gibt es erstmals Stadtrundgänge per Telefon von ehemals obdachlosen Menschen. Abseits der Touristenattraktionen vermitteln Stadtführer unter dem Titel „Hamburger Nebenschauplätze“ persönliche Einblicke auf und in die Stadt, wie das Hamburger Kulturprojekt am Mittwoch mitteilte.
Die einstündigen Telefon-Führungen geben einen Einblick, wie wohnungslose Menschen in Hamburg leben. Guides berichten von Anlaufstellen, Schlafplätzen und Gefahren. Mit der Kooperation mit „Hinz&Kunzt“ werde erstmals das Format der Telefonführung auf Stadtrundgänge übertragen. Bei positiver Resonanz und einer Fortführung von „Bei Anruf Kultur“ soll das Konzept auch auf andere Städte übertragen werden.
Neue Sponsoren gesucht
Aktuell ist die Zukunft des bundesweiten Projekts „Bei Anruf Kultur“ gefährdet. Im Oktober endet die dreijährige Projektförderung durch den Hauptpartner Aktion Mensch. Rund 150.000 Euro Fördergelder jährlich werden gebraucht.
„Bei Anruf Kultur“ ermöglicht den Besuch von Ausstellungen in ganz Deutschland via Telefon-Führung. Es richtet sich vor allem an Menschen, die sehbehindert oder nicht mobil sind. Initiiert wurde das Projekt 2021 unter anderem vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg.




