Genf (epd). Nahezu vier Millionen Geflüchtete sind laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) trotz des anhaltenden Krieges im Sudan in ihre Heimatregionen zurückgekehrt. Dies betreffe vor allem die Bundesstaaten Khartum und Al Dschasira, teilte die IOM am Dienstag in Genf mit. Eine teilweise verbesserte Sicherheitslage habe Menschen ermutigt, zurückzukehren. Zudem hätten wirtschaftliche Schwierigkeiten, die schlechten Verhältnisse in Vertriebenenlagern im Sudan und die Probleme der Flüchtlinge im Ausland die Menschen zur Rückkehr gezwungen.
Die Rückkehrer bräuchten Hilfe, um ihr Leben wiederaufzubauen, hieß es. Zudem müsse die beschädigte oder zerstörte Infrastruktur wieder errichtet werden.
Krieg seit drei Jahren
Zwischenzeitlich waren laut IOM in dem Krieg zwischen der Armee und der Miliz „Rapid Support Forces“ (RSF) zwölf Millionen Menschen innerhalb des Sudan vertrieben. Mehr als vier Millionen Menschen seien über die Grenzen geflüchtet.
In dem nordostafrikanischen Land wird seit drei Jahren ein Krieg zwischen der Armee und der RSF-Miliz ausgetragen. Laut den Vereinten Nationen sind mehr als 33 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Bei einer internationalen Sudan-Konferenz Mitte April in Berlin kamen Hilfsgelder in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro zusammen. Die IOM gehört zu den Vereinten Nationen.




