Hannover (epd). Mit einer Open-Air-Ausstellung zur Hannover Messe will Amnesty International auf die Verflechtung von Wirtschaft, Klima und Menschenrechten aufmerksam machen. Mit Blick auf das diesjährige Messe-Partnerland Brasilien zeigt die Menschenrechtsorganisation in der Innenstadt die Schau „Amazonien - der größte Regenwald der Erde und wir“. Die Ausstellung ist vom Sonntag bis zum 29. Mai auf dem Weißekreuzplatz in Hannover zu sehen.
Die Texte und Bilder zeigten die Relevanz des Regenwaldes für das globale Klima und thematisierten die Abholzung, Privatisierung und Energiegewinnung, erklärte Amnesty International. Auch der Abbau von Bodenschätzen und die Folgen für das Leben indigener Bevölkerungsgruppen und ihre Bemühungen um den Schutz des Amazonasgebiets werden den Besuchern verdeutlicht. Beleuchtet wird zudem die Menschenrechtssituation und insbesondere der Kampf von Frauen für Menschenrechte.
Proteste und Mahnwache zur Eröffnung
Zudem kündigte Amnesty eine Protestaktion am Rande der Eröffnung an. Die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ hat für die Eröffnung der Messe am Sonntag mit Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ebenfalls eine Mahnwache angekündigt. Mit der Aktion will die Menschenrechtsorganisation ebenfalls auf die Situation indigener Völker aufmerksam machen, die durch das Erschließen von Erdöl und Wasserstraßen bedroht werde.
Die Hannover Messe gilt als weltweit führende Industriemesse und versammelt laut Veranstalter jährlich rund 4.000 Aussteller aus über 60 Ländern. Sie zieht etwa 120.000 Fachbesucher aus rund 150 Ländern an.




