WHO: Mehr als 9.000 Tote und Verletzte durch Krieg im Libanon

WHO: Mehr als 9.000 Tote und Verletzte durch Krieg im Libanon
Im Krieg zwischen der proiranischen Schiiten-Miliz Hisbollah und Israel sind Tausende Menschen getötet und verletzt worden. Unter den Opfern sind Hunderte Kinder.

Genf (epd). In dem Krieg zwischen der proiranischen Schiiten-Miliz Hisbollah und Israel sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Libanon 9.045 Menschen getötet oder verletzt worden. Die Angaben stammten vom libanesischen Gesundheitsministerium, teilte die WHO am Donnerstag in Genf mit.

Unter den Opfern seien 2.124 Getötete und 6.921 Verletzte. Fast zehn Prozent der Opfer seien Kinder. Den Angaben nach seien 168 Mädchen und Jungen ums Leben gekommen, 650 weitere Kinder hätten Verletzungen erlitten. Die meisten Opfer seien Libanesinnen und Libanesen.

In den Daten wird nicht zwischen Zivilisten und Angehörigen von Kampftruppen unterschieden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeitspanne vom 2. März bis Dienstag dieser Woche.

Gegenseitige Angriffe

Im Südlibanon dauern laut den UN die heftigen israelischen Militärangriffe an. Auch der Raketenbeschuss auf Nordisrael durch die Hisbollah gehe weiter. Mehr als eine Million Menschen seien vor der Gewalt innerhalb des Libanons geflüchtet.

Derzeit laufen diplomatische Gespräche zwischen den Regierungen Israels und des Libanons, um den Konflikt zu beenden. Die Hisbollah, die im Libanon als eine Art Staat im Staat existiert, hatte Israel Anfang März angegriffen. Die israelische Armee reagierte mit massiven Schlägen auf den Libanon. Vorausgegangen war Ende Februar der gemeinsame Angriff der USA und Israel auf den Iran, der mit der Hisbollah verbündet ist.