Sudan-Konferenz: Staaten sagen 1,3 Milliarden zu

Sudan-Konferenz: Staaten sagen 1,3 Milliarden zu
Bei dem Gebertreffen zum Krieg im Sudan werden mindestens 1,3 Milliarden Euro mobilisiert. Die Mittel reichen jedoch nicht aus.

Berlin (epd). Bei der internationalen Konferenz zum Krieg im Sudan haben die Teilnehmerstaaten Hilfszusagen in Höhe von mindestens 1,3 Milliarden US-Dollar gemacht. Das teilte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz während des Treffens mit.

Angesichts der „apokalyptischen Lage“ in dem Bürgerkriegsland kündigte Wadephul an, dass auch Deutschland seine humanitäre Hilfe aufstocken werde. Die Mittel der Bundesregierung sollen demnach auf 232 Millionen Euro erhöht werden. Davon stammen 212 Millionen Euro aus dem Auswärtigen Amt und 20 Millionen Euro aus dem Entwicklungsministerium. Wadephul rief andere Staaten dazu auf, ihr Engagement ebenfalls auszubauen. Zuvor hatte etwa Großbritannien eine Zusage in Höhe von umgerechnet rund 168 Millionen Euro gemacht.

UN: Hilfsbedarf liegt deutlich höher

Tatsächlich liegt der Hilfsbedarf aber deutlich höher. Laut UN braucht es 2,9 Milliarden US-Dollar, um ausreichend humanitäre Hilfe für Millionen Menschen zu leisten. Die Ausgaben für Nothilfe sind laut der OECD insgesamt um mehr als ein Drittel gesunken.

Die Lage im Sudan gilt als die größte humanitäre Katastrophe weltweit. Mehr als zwölf Millionen Menschen wurden vertrieben, rund 4,5 Millionen flohen in Nachbarländer. Über 33 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Das entspricht mehr als zwei Dritteln der Gesamtbevölkerung des Landes.