Papst Leo erleichtert über Waffenruhe-Vereinbarung im Iran

Papst Leo erleichtert über Waffenruhe-Vereinbarung im Iran
Nach einem starken Statement gegen US-Präsident Donald Trump vom Dienstagabend zeigt sich der Papst am Mittwoch in der Generalaudienz erleichtert über die aktuellen Entwicklungen.

Rom (epd). Papst Leo XIV. hat sich erleichtert über die in der Nacht vereinbarte Waffenruhe im Iran gezeigt. „Nach den jüngsten Stunden großer Spannungen im Nahen Osten und weltweit begrüße ich mit Genugtuung und als Zeichen inniger Hoffnung die Ankündigung einer sofortigen zweiwöchigen Waffenruhe“, sagte der Papst am Mittwoch während der Generalaudienz auf dem Petersplatz.

Nur durch die Wiederaufnahme von Verhandlungen könne der Krieg beendet werden, sagte Leo weiter. US-Präsident Donald Trump hatte sich in der Nacht auf Mittwoch auf einen Vorschlag pakistanischer Vermittler eingelassen. Während einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran will Pakistan nun Verhandlungen zwischen Teheran und Washington in die Wege leiten.

Aufruf zum Friedensgebet am 11. April

Der Papst rief am Mittwoch dazu auf, „diese Zeit der heiklen diplomatischen Bemühungen im Gebet zu begleiten“. Er formulierte auch die Hoffnung, „dass die Offenheit für den Dialog zum Instrument für die Lösung anderer Konflikte weltweit werden möge.“ Am kommenden Samstag (11. April) will Papst Leo im Petersdom eine Gebetswache für den Frieden abhalten.

Am Dienstagabend hatte der Papst die aktuellsten Drohungen von Trump gegen den Iran in einem überraschend starken Statement als „nicht akzeptabel“ bezeichnet. Trump hatte über seinen Kurzmitteilungsdienst „Truth Social“ eine weitreichende Vernichtung der iranischen Infrastruktur und die Auslöschung einer ganzen Zivilisation angekündigt, sollte es nicht zu einer Einigung kommen.

Dies wäre, führte Papst Leo am Dienstagabend vor seiner Residenz in Castel Gandolfo im Gespräch mit Journalisten aus, nicht nur ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Es zeige auch „Hass und den Willen zur Zerstörung“.