Berlin (epd). Der Antiziganismus-Beauftragte der Bundesregierung, Michael Brand (CDU), beklagt eine fortdauernde Feindseligkeit gegen Sinti und Roma in Deutschland. „Antiziganismus ist weiterhin ein drängendes Problem in unserer Gesellschaft“, erklärte Brand am Mittwoch in Berlin. Viele Sinti und Roma zeigten aus Angst vor Ablehnung ihre Identität nicht offen. „Das dürfen wir nicht gleichgültig hinnehmen“, mahnte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium.
Brand äußerte sich anlässlich des Internationalen Tags der Roma am 8. April. Dieser diene nicht nur dem Gedenken, sondern sei „Tag der Anerkennung, des Respekts und der konkreten Aufforderung“, erklärte der CDU-Abgeordnete. Sinti und Roma prägten Deutschland - ihr Beitrag sei „unverzichtbar und verdient Sichtbarkeit und Wertschätzung“.
Treffen in London vor 55 Jahren
Der Internationale Tag der Roma geht zurück auf den ersten Welt-Roma-Kongress, der 1971 in London ausgerichtet wurde. Dabei trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Minderheit aus 14 europäischen Ländern, um für soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu kämpfen.



