Ostermarsch in Wiesbaden gegen Wehrpflicht und Aufrüstung

Ostermarsch in Wiesbaden gegen Wehrpflicht und Aufrüstung
Am Karsamstag sind in zahlreichen deutschen Städten Kriegs- und Rüstungsgegner auf die Straßen gegangen. Bei den traditionellen Ostermärschen wollten sie ein Zeichen für eine friedlichere Welt setzen - auch in Wiesbaden.

Wiesbaden (epd). Unter dem Motto „Den Frieden lernen - nicht den Krieg!“ haben Friedensaktivisten am Samstag beim Ostermarsch Mainz-Wiesbaden gegen Aufrüstung und Kriege in der Welt protestiert. Dem Demonstrationszug durch die Wiesbadener Innenstadt schlossen sich zum Auftakt rund 350 Menschen an, in etwa so viele wie im Jahr zuvor. Auf Transparenten forderten sie, auf die Rückkehr zur Wehrpflicht zu verzichten. Der Kundgebung hatten sich auch Unterstützer der iranischen Menschenrechtsbewegung angeschlossen, die gleichwohl den Angriffskrieg auf den Iran verurteilten.

„Wir sind keine Ersatzteile für die Bundeswehr“, sagte ein Wiesbadener Schüler von der Streikbewegung gegen die Wehrpflicht auf der Abschlusskundgebung. „Wir wollen selbst entscheiden, was wir mit unserem Leben anstellen.“

Ostermärsche auch in Kassel und Kaiserslautern

Zum Auftakt der traditionellen Ostermärsche in Hessen hatten Kriegsgegner bereits am Karfreitag in Bruchköbel bei Hanau demonstriert, wo während des Kalten Kriegs auch amerikanische Atomsprengköpfe gelagert worden waren. Zu der Protestaktion kamen nach Veranstalterangaben knapp 200 Menschen zusammen.

Bundesweit sind nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative in Bonn bis Ostermontag in über 100 Städten Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen angekündigt. Am Samstag waren Demonstrationen unter anderem auch in Kaiserslautern und Kassel angemeldet worden.