Berlin (epd). Die Berliner Kältehilfe verfügt Anfang April noch über mehr als 1.100 Übernachtungsplätze. Viele Notübernachtungen blieben bis Ende des Monats geöffnet, sagte Kältehilfe-Koordinator Jens Aldag am Donnerstag in Berlin dem Evangelischen Pressedienst (epd). In der vergangenen Woche zählte die Berliner Kältehilfe durchschnittlich 1.095 Übernachtungsgäste pro Nacht.
Die durchschnittliche Gesamtauslastung lag demnach bei 90,5 Prozent, wie die Koordinierungsstelle auf Facebook veröffentlichte. Wenn ab Mitte April die Einrichtung der Stadtmission in der Lehrter Straße mit 125 Übernachtungsplätzen schließt, sinke die Zahl der Übernachtungsplätze auf unter 1.000, sagte Aldag.
Keine Kältebusse mehr unterwegs
Weggefallen sind seit Anfang des Monats die Fahrten der drei Kältebusse der Berliner Stadtmission und des Wärmebusses des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Traditionell sind diese in der Kernzeit der Kältehilfesaison zwischen Anfang November und Ende März an sieben Tagen in der Woche nachts auf den Berliner Straßen unterwegs, um Hilfsbedürftige zu versorgen. Die Kältehilfe bedankte sich bei den ehrenamtlichen Teams der Busse, „die in den kalten Nächten so viel Wärme und Überlebenshilfe auf die Straßen gebracht haben“.
Laut DRK hat sich die Zahl der Anrufe beim Wärmebus in der vergangenen Saison gegenüber der Saison 2024/25 fast verdoppelt. Insgesamt sei 1.872 Mal die Hilferufnummer gewählt worden (2024/25: 955 Anrufe), teilte die Hilfsorganisation am Donnerstag in Berlin mit. Die Berliner Kältehilfe ist eine Initiative von Berliner Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbänden und der zuständigen Senatssozialverwaltung.



