Bonn, Berlin (epd). Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, hat am Dienstag bei seinen Gesprächen mit der Römischen Kurie die Satzung für eine künftige Synodalkonferenz der katholischen Kirche in Deutschland zur Anerkennung vorgelegt. „Ich bin froh und dankbar, dass wir heute so einen weiteren Schritt auf der langen Etappe des Synodalen Weges fortgesetzt haben“, erklärte Wilmer nach Angaben der Bischofskonferenz.
Die Satzung war zunächst von der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und dann von der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz angenommen worden. Die Synodalkonferenz, in der Bischöfe und Laien ab November erstmals gemeinsam beraten und Beschlüsse fassen sollen, ist ein wichtiges Erbe des Synodalen Wegs. Rom muss der Satzung noch zustimmen.
ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp begrüßte den Vorgang: „Es ist gut, dass Bischof Wilmer als neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz heute seinen Besuch in Rom damit verbunden hat, die Satzung der künftigen Synodalkonferenz vorzulegen.“ Die katholische Kirche in Deutschland habe auf ihrem Synodalen Weg mit großem Engagement auf diese Synodalkonferenz hingearbeitet.
Hoffnung auf rasche Anerkennung
Wilmer erklärte laut Bischofskonferenz, er habe im Gespräch mit Erzbischof Filippo Iannone, dem Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe, die Satzung erläutert. Die Recognitio (Anerkennung) sei erbeten, „damit wir die Satzung anwenden und eine Synodalkonferenz für die Kirche in Deutschland umsetzen können“.
Papst Leo XIV. hatte den 64-jährigen Theologen Wilmer jüngst zum 77. Bischof von Münster ernannt. Er soll am 21. Juni offiziell ins Amt eingeführt werden. Wilmer ist seit 2018 Bischof von Hildesheim und seit Ende Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.



