Hannover (epd). Ostern ist nach Ansicht des Leitenden Bischofs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Ralf Meister, eine Hoffnungsbotschaft, die Menschen in Bewegung setzen kann. Die Ostererzählung sei keine Vertröstung oder Durchhalteparole, sondern eine Geschichte davon, wie Hoffnung in schwierigen Zeiten neue Energie freisetzen könne, erklärte der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers am Dienstag in seiner Osterbotschaft.
Nicht das passive Abwarten habe die frühe Christenheit zu einer rasant wachsenden Glaubensgemeinschaft werden lassen, „sondern das aktive Weitermachen im Geist dessen, den sie auferstanden glaubten“, fügte Meister hinzu: „In dieser Botschaft fanden sie tröstenden Zuspruch und die Kraft zum Trotz zugleich.“
Hoffnungsbeispiel Ukraine
Ein Beispiel dafür habe er in der Ukraine kennengelernt, so Meister. Er habe 2023 die Gemeinde von Pastor Alexander Gross aus Odessa besucht. „Damals zeigte er mir auch die Kirchenruine in Novogradkivka, dem früheren Neuburg.“ Die lutherische Kirche von 1904 sei 1933 beschlagnahmt worden und seitdem verfallen. Jetzt solle daraus ein soziales und seelsorgerliches Begegnungszentrum werden. „Eine wahnwitzige Idee, die nun Schritt für Schritt umgesetzt wird - den mörderischen Angriffen zum Trotz. Eine Idee, die den Gemeinden Kraft und Zuversicht gibt. Das ist für mich Ostern“, so der Landesbischof.
Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) wurde 1948 in Eisenach gegründet und ist ein Zusammenschluss von sieben Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ziel der VELKD ist es, die Einheit der lutherischen Kirchen in Deutschland zu fördern und zu stärken.



