Berlin (epd). Der Berliner Checkpoint Charlie soll als einer der berühmtesten Orte an der ehemaligen Berliner Mauer neu gestaltet werden. Dazu werde zum 1. April ein europaweiter Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, teilte die Senatsbauverwaltung am Montag in Berlin mit.
Das Areal an der Kreuzung Friedrich- und Zimmerstraße soll als Bildungs- und Erinnerungsort neu gestaltet werden. Die derzeitige Erscheinung und Nutzung des Checkpoint Charlie würden der historischen Bedeutung des Areals nicht gerecht. An dem Wettbewerb können sich Landschaftsarchitekten, Architekten und Ausstellungsgestalter beteiligen.
Der Checkpoint Charlie zählt zu den international bekanntesten historischen Orten des Kalten Krieges. Zugleich sei es ein „hoch frequentierter städtischer Raum im Zentrum der Hauptstadt“, wie die Senatsbauverwaltung schreibt. Das Land Berlin hatte 2023 zwei Grundstücke zurückgekauft und so dauerhaft gesichert.
Alliierter Kontrollpunkt im Kalten Krieg
Ein Preisgericht aus externen Fachleuten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung soll im Juni und September über die eingereichten Wettbewerbsbeiträge entscheiden. Der Checkpoint Charlie ist einer von sechs Standorten der Stiftung Berliner Mauer.
Der Grenzübergang im Stadtteil Kreuzberg wurde im Laufe der Zeit immer wieder um- und ausgebaut. Als alliierter Kontrollpunkt war er im Kalten Krieg einer der international bekanntesten Orte. Hier spitzte sich die Konfrontation zwischen den Supermächten zu und zeigten sich internationale Politiker und Stars. Der Checkpoint Charlie war aber auch Ort waghalsiger Fluchtversuche und tragischer Todesfälle an der Berliner Mauer.



