Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Social Media im Juni

Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Social Media im Juni
Eine Expertenkommission will am 24. Juni Empfehlungen zum besseren Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt übergeben. Die Bundesbildungsministerin warnt davor, die Debatte auf ein Social-Media-Verbot zu reduzieren.

Berlin (epd). In der Diskussion über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche wird die vom Bund eingesetzte Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt am 24. Juni Handlungsempfehlungen übergeben. Das kündigte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) am Donnerstag in Berlin bei der Bildungsministerkonferenz an.

Bereits Mitte April lägen die Ergebnisse der Bestandsaufnahme vor, unter anderem zu juristischen und medizinischen Fragen. Der Gesamtbericht der von ihr im Frühherbst 2025 eingesetzten Kommission aus 16 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis werde für September erwartet.

Schulen und Eltern gefordert

Prien warnte davor, die Debatte auf die Verbotsfrage zu reduzieren. Aktuell fänden bundesweit große Jugendbeteiligungsformate statt, um auch die Ansichten der Kinder und Jugendlichen zu dem Thema zu hören. „Wir brauchen eine differenzierte Debatte“, sagte Prien.

Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, die bayerische Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler), kündigte an, die Ministerrunde werde im Juni dazu eine Erklärung abgeben. Bei der Stärkung von Medienkompetenz und dem gleichzeitigen Schutz der Kinder komme den Schulen eine Schlüsselrolle zu. Zugleich finde ein Großteil der Mediennutzung außerhalb der Schule statt. „Deswegen können wir nur Erfolg haben, wenn Schulen und Eltern da an einem Strang ziehen“, sagte Stolz.

Aktuell gebe es dafür bisher nicht genug Raum und Zeit in den Lehrplänen. Das müsse sich ändern. Auch müssten dem „digitalen Dauerrauschen“ mehr Bewegung und Sport entgegengesetzt werden.