Thema KI prägt Bremer Messe "Leben und Tod"

Thema KI prägt Bremer Messe "Leben und Tod"
Seit mehr als 15 Jahren widmet sich die Bremer Messe "Leben und Tod" Themen rund um das Lebensende. In diesem Jahr steht künstliche Intelligenz im Fokus, etwa in der Trauerbegleitung.

Bremen (epd). Der schnelle gesellschaftliche und technologische Wandel beeinflusst auch den Umgang mit Endlichkeit, Abschied und Trauer und prägt die Fachmesse „Leben und Tod“ am 10. und 11. April in Bremen. „Es gibt den fachlichen Schwerpunkt von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI)“, sagte Messeleiterin Meike Wengler dem Evangelischen Pressedienst (epd). So solle kritisch darüber diskutiert werden, wie diese Entwicklungen in die hospizlich-palliative Betreuung und die Trauerbegleitung Einzug hielten.

Im begleitenden Vortrags- und Workshop-Angebot der Messe steht unter anderem ein Vortrag mit einem ethisch-theologischen Blick auf digitale Avatare, sprechende Chatbots und KI-gestützte Erinnerungsräume. In weiteren Veranstaltungen soll über „Möglichkeiten und Mahnungen“ im Zusammenhang mit KI in der kirchlichen Seelsorge diskutiert werden.

Erinnerungsschmuck und Klangschalen

Auf dem Programm stehen den Initiatoren zufolge mehr als 60 Vorträge und Workshops. Rund 170 Ausstellende wollen ihre Angebote präsentieren. Die Palette reiche von Kinderbüchern und Ratgebern über individuellen Erinnerungsschmuck sowie Klangschalen zur Entspannung bis zu Beratungsangeboten rund um Vorsorge, Hospizarbeit und Trauerbegleitung, hieß es.

Höhepunkt des begleitenden Programms ist Wengler zufolge der Freitagabend mit „Best oft Death Comedy“, bei der ein Berliner Comedian als Tod auftritt - ein Künstler, der den Angaben zufolge anonym bleiben will. „Die 'Leben und Tod' möchte Mut machen, sich mit dem Lebensende zu beschäftigen“, bekräftigte die Messechefin und ergänzte: „Und damit auch mit dem Leben selbst.“ Im vergangenen Jahr besuchten rund 5.300 Besucherinnen und Besucher die Messe, unter anderem haupt- und ehrenamtlich Tätige aus den Bereichen Palliative Care, Hospiz, Trauerbegleitung, Seelsorge und Bestattungskultur.