Amnestie für kenianische Söldner im Ukraine-Krieg angekündigt

Amnestie für kenianische Söldner im Ukraine-Krieg angekündigt
Im Ukraine-Krieg kämpfen auf russischer Seite Söldner aus afrikanischen Ländern - auch in Kenia wurde rekrutiert. Rückkehrern hat die Regierung des ostafrikanischen Landes nun eine Amnestie versprochen.

Nairobi, Dakar (epd). Kenianische Söldner, die für Russland im Ukraine-Krieg gekämpft haben, sollen bei ihrer Rückkehr nicht strafrechtlich verfolgt werden. Wie die britische BBC am Sonntagabend berichtete, hat Außenminister Musalia Mudavadi eine Amnestie für die Rückkehrer verkündet.

Die Entscheidung folgt auf diplomatische Gespräche in Moskau, bei denen Russland nach Angaben Mudavadis zugestimmt hatte, keine kenianischen Staatsangehörigen mehr für den Krieg zu rekrutieren. Nach kenianischem Recht ist der Dienst in ausländischen Armeen eigentlich verboten und kann mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden.

Versprechen auf hohe Gehälter

Die Rekrutierung von Kenianern durch Russland hatte in dem ostafrikanischen Land zuletzt für Schlagzeilen gesorgt. Mitte Februar war ein Bericht des kenianischen Geheimdienstes NIS bekannt geworden, demzufolge seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine etwa 1.000 Kenianer für den Krieg angeworben wurden. Der kenianische Sender Capital FM berichtete nun mit Verweis auf Regierungsangaben von mehr als 250 Rekruten, von denen 44 bereits wieder in ihre Heimat zurückgekehrt seien.

Kenia ist nicht das einzige afrikanische Land, aus dem Menschen für den Krieg rekrutiert wurden. Laut Menschenrechtlern werden die Männer teils mit dem Versprechen auf zivile Jobs sowie hohe Gehälter gelockt und dann in den Dienst an der Front gezwungen.