Acht Prozent mehr neue Pflege-Azubis im vergangenen Jahr

Acht Prozent mehr neue Pflege-Azubis im vergangenen Jahr
Die Zahl der Auszubildenden in der Pflege ist im Jahr 2025 gestiegen.

Wiesbaden (epd). Rund 64.300 Auszubildende haben 2025 einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachkraft abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, sind das etwa acht Prozent beziehungsweise 4.900 Auszubildende mehr als im Vorjahr. Dabei handelt es sich um die Auszubildenden mit Neuvertrag, die sich zum 31. Dezember 2025 noch in Ausbildung befanden.

Auch die Zahl der Auszubildenden in der Pflege insgesamt stieg im Vergleich zum Vorjahr an. Mit rund 158.000 Auszubildenden befanden sich zum 31. Dezember 2025 so viele Personen in einer Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann wie noch nie seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz.

Seit 2020 werden die bis dahin getrennten Ausbildungen in den Berufen Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie Altenpfleger zum Berufsbild Pflegefachfrau beziehungsweise -mann zusammengeführt. Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre.

Frauen in der Überzahl

Laut Statistischem Bundesamt beginnen weiterhin vor allem Frauen eine Ausbildung zur Pflegefachkraft. Von den neuen Ausbildungsverträgen wurden rund 71 Prozent von Frauen (45.800) und 29 Prozent von Männern (18.500) abgeschlossen. Frauen sind somit weiterhin in der Überzahl, auch wenn die Zahl der Männer in Pflegeausbildung von 16.200 im Vorjahr auf 18.500 im Jahr 2025 mit plus 15 Prozent deutlich stärker zugenommen hat als die der Frauen (plus 6 Prozent).

Der Arbeitgeberverband Pflege teilte zu den Zahlen mit, dass zwar immer mehr Menschen eine Ausbildung in der Pflege starteten, die Zahl der belegbaren Pflegeplätze jedoch nicht mit wachse. Fachkraftquoten und Personalschlüssel verhinderten dies. „Statt Qualität zu sichern, verhindern diese Vorschriften, dass Pflegebedürftige ihre benötigte Versorgung erhalten.“