Kassel (epd). Die Evangelische Bank hat ihr betreutes Kundenvolumen im Geschäftsjahr 2025 auf einen neuen Höchstwert gesteigert. Nach vorläufigen Zahlen wuchs das Volumen einschließlich außerbilanzieller Positionen um rund 534 Millionen Euro auf 22,3 Milliarden Euro, wie das Institut am Donnerstag in Kassel mitteilte. Zugleich sei das Betriebsergebnis vor Steuern um knapp 30 Prozent auf rund 48,7 Millionen Euro zurückgegangen, was laut der Bank vor allem auf ein gesunkenes Zinsergebnis und höhere Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen sei.
Die Bank verwies auf ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und Eingriffe der Europäischen Zentralbank. Zudem belasteten anhaltende wirtschaftliche Probleme in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft sowie strukturelle Veränderungen in den Kirchen das Kundengeschäft. Nach Angaben der Bank wurden 2025 neue Kredite für Vorhaben in Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie für Privatkunden in Höhe von rund 331 Millionen Euro zugesagt, deutlich weniger als im Vorjahr mit rund 672 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss sei um 3,9 Prozent auf 99,3 Millionen Euro gesunken.
Eigenkapital um 4,6 Prozent gestiegen
Das Eigenkapital stieg den Angaben zufolge um 4,6 Prozent auf rund 873 Millionen Euro. Mit der Aufstockung durch neue Geschäftsguthaben sei das gezeichnete Kapital auf 217 Millionen gestiegen. Im Vorjahr seien es 204 Millionen gewesen. Man plane einen weiteren Wachstumskurs. Die Evangelische Bank gehört zu den größeren Kirchenbanken in Deutschland und finanziert vor allem Projekte in Kirche, Diakonie sowie in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft.


