Studie: Iraner in Deutschland gut in Arbeitsmarkt integriert

Studie: Iraner in Deutschland gut in Arbeitsmarkt integriert
Auf dem Arbeitsmarkt müssen vor allem Menschen ausländischer Herkunft sprachliche Hürden überwinden. Doch viele Iraner scheinen es zu meistern. Und wie eine Studie zeigt: vor allem Iranerinnen.

Berlin, Köln (epd). Iranische Staatsangehörige sind in Deutschland offenbar überdurchschnittlich gut in den Arbeitsmarkt integriert. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW), über die die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag) berichten. Demnach sind 58,6 Prozent der rund 162.000 in Deutschland lebenden Iraner im erwerbsfähigen Alter sozialversicherungspflichtig beschäftigt - deutlich mehr als Afghanen, Iraker und Syrer (40 bis 44 Prozent).

Wie die Funke-Zeitungen berichten, verfügen 43,3 Prozent der iranischen Beschäftigten laut der Studie über einen Hochschulabschluss, während das bei 19,5 Prozent der anderen ausländischen Beschäftigten der Fall ist. Das hohe Bildungsniveau spiegelt sich demnach auch in der ausgeübten Tätigkeit wider. Fast drei Viertel (73,1 Prozent) arbeiteten der Studie zufolge als Fachkräfte, rund ein Drittel (31,7 Prozent) sogar als Spezialisten oder Experten - gegenüber 62,7 beziehungsweise 18,3 Prozent bei anderen ausländischen Beschäftigten.

Iraner bekommen höheres Monatsgehalt

Dementsprechend höher sei auch das Monatsgehalt der Iraner, hieß es. Sie bekämen im Schnitt 3.528 Euro, während andere Immigranten durchschnittlich 3.204 Euro verdienten.

Im Vergleich zu anderen ausländischen Beschäftigten sind vor allem die iranischen Frauen gut in den deutschen Arbeitsmarkt integriert, wie die Zeitungen berichten. Mit 41 Prozent lag ihr Anteil etwas höher als bei den anderen Ausländerinnen mit 39 Prozent.