Bundesregierung erinnert mit Angehörigen an Terroropfer

Bundesregierung erinnert mit Angehörigen an Terroropfer
Seit 2022 begeht Deutschland am 11. März den Nationalen Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt. Zu einer Gedenkveranstaltung der Bundesregierung in Berlin waren Terroropfer und Angehörige eingeladen.

Berlin (epd). Die Bundesregierung hat am Mittwoch in Berlin der Opfer terroristischer Gewalt gedacht. Zu der Gedenkveranstaltung mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) und dem Bundesopferbeauftragten Roland Weber waren Betroffene von Terroranschlägen in Deutschland und Angehörige von Opfern eingeladen. Anlass war der Nationale Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt, der seit 2022 jeweils am 11. März begangen wird.

„Terror richtet sich gegen uns alle“, sagte Bundesjustizministerin Hubig. Zugleich träfen terroristische Anschläge einzelne Menschen ganz konkret: „Terroristische Gewalt tötet, verletzt, traumatisiert, raubt Mütter und Väter, Kinder, Geschwister, Großeltern, Freunde. Mit dem Gedenktag gedenken wir der Menschen, die durch Terror schlimmstes Leid erfahren haben oder sogar getötet wurden.“

Hinsehen und Hinhören

Der Tag ist laut Hubig auch ein Auftrag für alle: „Er fordert uns auf, zuzuhören, da zu sein und zu unterstützen.“ Er sende ein „unmissverständliches Signal“ aus: „Wir stehen als Staat dauerhaft an der Seite der Betroffenen.“

Der Bundesopferbeauftragte Roland Weber nannte den Gedenktag einen Tag des Hinsehens und des Hinhörens. Terror wolle Angst säen und spalten. Er wolle Menschen das Gefühl geben, dass sie allein sind. „Doch genau das Gegenteil ist wahr: Wir stehen zusammen. Wir tragen gemeinsam Verantwortung - als Gesellschaft, als Staat, als Mitmenschen“, sagte Weber.

Der Gedenktag knüpft an den Europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus an. Dieser wurde nach den Bombenanschlägen in Madrid vom 11. März 2004 ins Leben gerufen.