Iran-Krieg zwingt Hunderttausende Menschen zur Flucht

Iran-Krieg zwingt Hunderttausende Menschen zur Flucht
Mehr als 330.000 Menschen sind durch den Krieg im Nahen Osten vertrieben worden.

Genf (epd). Durch den Angriff der USA und Israels auf den Iran sind laut dem UN-Hilfswerk UNHCR mehr als 330.000 Menschen in der Region vertrieben worden. Die meisten davon seien innerhalb ihres eigenen Landes geflüchtet, teilte das UNHCR am Donnerstag in Genf mit.

Nach lokalen Schätzungen hätten in den ersten beiden Tagen nach Beginn der Gewalt rund 100.000 Menschen Irans Hauptstadt Teheran verlassen, hieß es. Bislang sei jedoch kein starker Anstieg der grenzüberschreitenden Bewegungen aus dem Iran zu verzeichnen. Das UNHCR bereite sich darauf vor, Menschen in Not zu helfen.

Syrer kehren aus Libanon in Heimat zurück

Im Libanon suchten laut Angaben der Regierung derzeit über 84.000 Menschen in fast 400 Sammelunterkünften Zuflucht. Seit Beginn der Militärschlage seien laut Behördenangaben über 30.000 Menschen zurück nach Syrien geflohen, teilte das UNHCR mit. Dabei handele es sich vor allem um Syrer, aber auch Libanesen.

Die USA und Israel hatten am Samstag vorige Woche eine massive Militärkampagne gegen den Iran begonnen. Das iranische Regime reagierte mit Angriffen auf US-Einrichtungen und zivile Objekte in mehreren Staaten der Region sowie Attacken auf Israel. Nach Raketen-Angriffen der dem Iran nahestehenden Hisbollah auf Israel hat sich der Konflikt auf den Libanon ausgeweitet.