Rund 250 Orte beteiligen sich am "Tag der Demokratiegeschichte"

Rund 250 Orte beteiligen sich am "Tag der Demokratiegeschichte"
Am 18. März findet erstmals der "Tag der Demokratiegeschichte" statt. Kaum ein anderes Datum der deutschen Geschichte stehe so sehr für den Kampf um die Demokratie.

Berlin, Frankfurt a.M. (epd). Am erstmaligen „Tag der Demokratiegeschichte“ am 18. März beteiligen sich deutschlandweit mehr als 250 Orte und Institutionen. Bis zum 22. März finden Vorträge, Zeitzeugengespräche, Lesungen und Stadtspaziergänge statt, wie das Bundespräsidialamt in Berlin am Donnerstag mitteilte. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Schirmherr werde mit Schülerinnen und Schülern am 21. März den Friedhof der Gefallenen des Märzaufstands 1848 in Berlin-Friedrichshain besuchen und einen Kranz niederlegen.

„Der Blick zurück zeigt uns, was Menschen bewegen können, die auf der Höhe der Zeit sind. Er zeigt, wie wichtig Freiheit und Demokratie, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit sind - und dass es auch heute lohnt, sich für diese Werte stark zu machen“, hatte Steinmeier bei der Ankündigung des Gedenktages erklärt.

Erfolge der Demokraten

Kaum ein anderes Datum der deutschen Geschichte steht nach Angaben des Bundespräsidialamts so sehr für das jahrhundertelange Ringen um Demokratie wie der 18. März. An diesem Tag wurde 1793 die Mainzer Republik ausgerufen, 1848 rangen Revolutionäre in Barrikadenkämpfen den Fürsten Freiheitsrechte ab und 1990 fand nach der friedlichen Revolution in der DDR die erste freie Volkskammerwahl statt.

Neben dem Friedhof der Märzgefallenen in Berlin erinnern an den „Tag der Demokratiegeschichte“ unter anderem der Deutsche Bundestag in Berlin, das Ostfriesische Schulmuseum im niedersächsischen Folmhusen, das Hambacher Schloss in der Pfalz und die Stiftung Friedliche Revolution in Leipzig. Der Tag ist eine Initiative der Bundesstiftung „Orte der deutschen Demokratiegeschichte“ mit Sitz in Frankfurt am Main in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“.