Attentat am Holocaust-Mahnmal: 13 Jahre Haft

Attentat am Holocaust-Mahnmal: 13 Jahre Haft

Berlin (epd). Das Berliner Kammergericht hat den Attentäter vom Holocaust-Mahnmal zu 13 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sprach den zum Tatzeitpunkt 19-jährigen Wassim Al M. am Donnerstag des versuchten Mords, der gefährlichen Körperverletzung und der versuchten Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig. Die Bundesanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Die Verteidigung hatte eine siebenjährige Jugendstrafe beantragt.

Der Täter hatte am 21. Februar 2025 dem spanischen Touristen Iker M. im Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals die Kehle durchgeschnitten. Iker M. überlebte die Tat dank sofortiger Hilfe schwer verletzt. Der zuletzt in Leipzig wohnhafte Wassim Al M. soll nach Überzeugung des Gerichts seine Tat aus islamistischen und antisemitischen Motiven heraus begangen haben. Er sei dabei von Mitgliedern des sogenannten „Islamischen Staats“ angeleitet worden.