Reallöhne haben 2025 spürbar angezogen

Reallöhne haben 2025 spürbar angezogen
Bei abhängig Beschäftigten in Deutschland hat sich 2025 auch nach Abzug der Teuerung ein spürbares Lohnplus bemerkbar gemacht. Frauen und manche Geringverdienende profitierten überdurchschnittlich von der Entwicklung der Nominallöhne.

Wiesbaden (epd). Die Reallöhne in Deutschland sind im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge spürbar gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, legten im vergangenen Jahr die Nominallöhne um 4,2 Prozent zu. Nach Abzug der Verbraucherpreisentwicklung (plus 2,2 Prozent) blieb demnach real ein Lohnzuwachs von 1,9 Prozent.

Nach den Rückgängen in den Jahren 2020 bis 2023 stiegen die Reallöhne seit 2024 wieder an. Die Kaufkraft der Löhne erreichte im Jahr 2025 fast wieder das Niveau des Vorpandemie-Jahres 2019.

Vollzeitbeschäftigte verdienten 4,3 Prozent mehr

Der durchschnittliche Verdienst der Vollzeitbeschäftigten stieg 2025 um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Unter den Vollzeitbeschäftigten wiesen Frauen mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 4,8 Prozent stärkere Verdienststeigerungen auf als Männer (plus 4,1 Prozent)“, erklärten die Statistiker.

In der Gruppe der Geringverdienenden gab es den Angaben zufolge unterschiedliche Entwicklungen. Insgesamt verzeichneten sie im vergangenen Jahr, wie bereits 2023 und 2024, erneut ein starkes Nominallohnwachstum. Das Fünftel mit den geringsten Verdiensten hatte mit einem durchschnittlichen Nominallohnwachstum von 6,0 Prozent die stärkste Verdienststeigerung. Für das Fünftel mit den höchsten Verdiensten unter den Vollzeitbeschäftigten habe der Nominallohnanstieg mit plus 3,7 Prozent jedoch unter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gelegen.

Auszubildende mit starkem Lohnplus

Auszubildende wiesen 2025 mit plus 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein überdurchschnittliches Nominallohnwachstum auf. Geringfügig Beschäftigte hätten hingegen nur einen geringen Nominallohnanstieg verzeichnet (plus 0,5 Prozent).