Genf (epd). Genau vier Jahre nach Beginn des umfassenden Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine hat die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand gefordert. Das Schweigen der Waffen müsse zu einem gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine führen, sagte Baerbock am Dienstag in Genf.
Basis für alle Vereinbarungen müsse die Charta der Vereinten Nationen sein. Die frühere Bundesaußenministerin (Grüne) erinnerte an die Zivilisten in der Ukraine, die jeden Tag angesichts der russischen Angriffe um ihr Leben bangten. Das Leiden der Menschen in der Kriegsregion müsse ein Ende finden, verlangte Baerbock.
10,8 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe
Unterdessen erklärte der UN-Hilfskoordinator in der Ukraine, Matthias Schmale, dass 10,8 Millionen Menschen in dem Land auf humanitäre Unterstützung angewiesen seien. Darunter seien auch Menschen in den russisch besetzten Gebieten im Osten der Ukraine, die jedoch von den UN-Helfern nicht erreicht werden könnten.
Nach Schmales Angaben stieg 2025 die Zahl der im Krieg getöteten Zivilisten auf mindestens 2.514, außerdem seien 12.142 verletzt worden. Damit sei die Zahl der zivilen Konfliktopfer 2025 im Vergleich zum Jahr 2024 um 31 Prozent gestiegen.
Auf Befehl des Präsidenten Wladimir Putin startete die russische Armee am 24. Februar 2022 ihren Vollangriff auf das kleinere Nachbarland. Russlands Aggression begann jedoch bereits 2014 mit der Besetzung der Halbinsel Krim und dem Anfachen eines bewaffneten Konflikts in östlichen Regionen der Ukraine.


