Initiative will psychische Versorgung junger Menschen verbessern

Initiative will psychische Versorgung junger Menschen verbessern
Psychische Erkrankungen machen sich oft bereits bei jungen Menschen bemerkbar. Ein neues Bündnis will sie frühzeitig stärken, um spätere Erkrankungen zu verhindern.

Berlin, Gütersloh (epd). Eine Allianz von Fachleuten aus Medizin, Wissenschaft, Politik und Jugendbeteiligung will die psychische Versorgung junger Menschen verbessern. Ziel der am Mittwoch gegründeten „Mental Health Alliance (MHA)“ ist ein präventiv ausgerichtetes System der mentalen Gesundheitsförderung und -versorgung in Deutschland, das junge Menschen frühzeitig stärken soll, um nicht zu erkranken.

Bis zu 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen zeigten erste Symptome vor dem 25. Lebensjahr, hier werde die Grundlage für lebenslange Resilienz gelegt, erklärte die an der Allianz beteiligte Bertelsmann Stiftung. Deutschland investiere bisher nur 4,8 Prozent der Gesundheitsausgaben in Prävention. Das Bündnis fordert ein System der Vorbeugung und Frühintervention, bevor langwierige, kostspielige und belastende Behandlungen notwendig werden.

Früherkennung und Prävention ausbauen

„Wir wissen inzwischen, wie hilfreich Früherkennung und Prävention sind“, erklärte der Direktor „Bildung und Next Generation“ bei der Bertelsmann Stiftung, Marek Wallenfels. Es brauche jetzt „konkrete, gemeinsame Vorschläge und Schritte zu einem effizienteren, wirksamen System für psychische Gesundheit“. Dabei sei es wichtig, junge Menschen in die Diskussion einzubinden.

Zu der Allianz gehören neben der Bertelsmann Stiftung unter anderem die Beisheim Stiftung, die alv Foundation, die Robert Bosch Stiftung und das ProjectTogether. Inhaltlich mitgestaltet werde die Initiative von Fachleuten aus den Bereichen Medizin und psychischer Gesundheit sowie von kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren und jungen Menschen.