Weimar, Erfurt (epd). Die Erfurter Augustinerkirche soll ab 2028 für 5,5 Millionen Euro umgebaut werden. Die Stadt Erfurt habe den Bauantrag nach längerer Bearbeitungszeit genehmigt, erklärte Augustinerpfarrer Bernd Prigge der in Weimar erscheinenden mitteldeutschen Kirchenzeitung „Glaube und Heimat“ (Ausgabe vom 22. Februar).
Das Augustinerkloster feiert im nächsten Jahr sein 750-jähriges Bestehen. Deshalb sei der Baustart erst für 2028 vorgesehen. Das umfangreiche Jubiläumsprogramm solle nicht durch die Baumaßnahmen gestört werden, hieß es zur Begründung.
Vorgesehen sind laut Evangelischer Kirche in Mitteldeutschland (EKM) als Eigentümerin der Kirche die Installation einer Chortreppe, die Wiederherstellung einer historischen Empore sowie der Einbau einer Heizung. Auch das Kirchen- und Chorgestühl soll durch flexibel stellbares Mobiliar ersetzt werden. Es sollen mehr Möglichkeiten für Veranstaltungen und Ausstellungen geschaffen werden.
Kirche soll durchgängig nutzbar bleiben
Prigge zeigte sich optimistisch, die Arbeiten binnen eines Jahrs fertigstellen zu können. Während der Bauphase soll die Kirche für Besucher geöffnet bleiben. Die Bauarbeiten sollen abschnittsweise realisiert werden, so dass die Kirche durchgängig nutzbar bleibe.
Die Erfurter Augustinerkirche zählt zu den wichtigsten Lutherstätten in Deutschland. Der spätere Reformator Martin Luther (1483-1546), der seit 1501 in Erfurt lebte und studierte, trat am 15. Juli 1505 in das Augustinerkloster ein, um Mönch zu werden. Jährlich besuchen rund 150.000 Menschen den bedeutenden Ort der Reformationsgeschichte. Etwa 800 Veranstaltungen finden hier pro Jahr statt.


