Augsburg (epd). Keine Heizung, kein Strom: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat vor Lebensgefahr für die Menschen im dritten Kriegswinter in der Ukraine gewarnt. „Das Leid der Menschen ist für uns schwer vorstellbar“, sagte der Leiter der Internationalen Zusammenarbeit des DRK, Christof Johnen, der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwochausgabe). Bei zweistelligen Minusgraden müssten viele Menschen seit Tagen ohne Heizung und Strom ums Überleben kämpfen. Grund seien die neuerlichen russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung.
Die Kälte könne für besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen wie kranke, ältere oder obdachlose Menschen sogar lebensgefährlich werden, warnte Johnen. Insgesamt wachse in der Bevölkerung die Gefahr verschiedener Krankheiten durch die starke Belastung des Immunsystems. Das Deutsche Rote Kreuz habe seine Hilfe nochmals ausgebaut und bereits eine erste Lieferung von 18 Stromgeneratoren auf den Weg gebracht.
„Hoffen auf Spendenanstieg“
Insgesamt gebe man eine Million Euro für die Hilfsmaßnahmen aus. Johnen würdigte die „große Solidarität“ der deutschen Bevölkerung mit der Ukraine. Er hoffe, dass angesichts der aktuellen Not die Spendenbereitschaft nochmals ansteige. Am 24. Februar jährt sich der russische Angriff auf die Ukraine zum vierten Mal.


