Brüssel (epd). Die katholischen Bischofskonferenzen aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben ihre Solidarität mit der Bevölkerung Grönlands zum Ausdruck gebracht. „Die Zukunft Grönlands muss vom grönländischen Volk selbst unter voller Achtung seiner Rechte, seiner Würde und seiner Bestrebungen entschieden werden“, heißt es in der am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Erklärung der Präsidentschaft der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (Comece). Darin wird an die Bedeutung der Einhaltung des Völkerrechts, der Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen und der territorialen Integrität des Königreichs Dänemark erinnert.
Die Comece -Präsidentschaft äußerte sich besorgt über das allgemeine internationale Klima, in dem diese Diskussionen stattfinden und das durch zunehmende geopolitische Spannungen gekennzeichnet sei, hieß es weiter.
Die Erklärung erinnert an die jüngste Warnung von Papst Leo XIV. vor einer Schwäche des Multilateralismus auf internationaler Ebene und einer auf Gewalt basierenden Diplomatie.
Appell an Europäische Union
Die europäischen katholischen Bischöfe ermutigten die Europäische Union, weiterhin als verantwortungsbewusster und vertrauensbildender Akteur auf der internationalen Bühne zu agieren, „fest in ihren Grundwerten verankert“. Bereits 2020 habe Comece einen Beitrag zur öffentlichen Konsultation der Europäischen Union zur künftigen EU-Arktispolitik geleistet.
Die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (Comece) setzt sich aus den katholischen Bischofskonferenzen aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union zusammen. Sie wurde 1980 mit Zustimmung des Heiligen Stuhls gegründet, um die EU-Bischofskonferenzen gegenüber den EU-Institutionen zu vertreten.


