Genf (epd). Heftige Regenfälle und Überschwemmungen haben in Mosambik laut den UN 392.000 Menschen in die Flucht gezwungen. Betroffen seien Regionen in der Mitte und im Süden des Landes, erklärte der Landesbeauftragte des Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Xavier Creach, am Freitag in Genf.
Die schnell steigenden Wassermassen hätten die Menschen zu einem hastigen Verlassen ihrer Wohnstätten gezwungen. Kinder seien von ihren Eltern getrennt worden, Ältere und Menschen mit Behinderung hätten Mühe gehabt, sich in Sicherheit zu bringen.
100.000 Menschen in 100 Camps
Schätzungsweise 100.000 Menschen seien nun in etwa 100 stark überfüllten Auffanglagern untergebracht. Die Camps, besonders in abgelegenen Gebieten, verfügten nicht über ausreichende Privatsphäre, Beleuchtung und Schutz. Frauen und Mädchen seien einem erhöhten Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt, sexueller Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt.
Mosambik liegt im südlichen Afrika am Indischen Ozean. Das Land gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Im Norden Mosambiks terrorisieren islamistische Banden die Bevölkerung. Dort sind laut UNHCR allein im vierten Quartal 2025 mehr als 300.000 Menschen vor der Gewalt geflohen.


