Brüssel (epd). Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe, Hadja Lahbib, hat erneut einen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe im Gaza-Streifen gefordert. Die Lage für Millionen Palästinenserinnen und Palästinenser bleibe dramatisch, sagte Lahbib am Donnerstag am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel. Humanitäre Hilfe werde weiterhin behindert, der Zugang sei vielerorts nicht gewährleistet.
Trotz steigender Liefermengen litten weiterhin zu viele Menschen. „Wir sehen immer noch zu viele Kinder, die unter Hunger und Unterernährung leiden. Meine Botschaft ist daher klar: Wir brauchen uneingeschränkten Zugang für humanitäre Hilfe“, sagte sie. Alle administrativen Hürden, Blockaden und neuen Regelungen müssten aufgehoben werden, damit humanitäre Helferinnen und Helfer ihre Arbeit leisten könnten.
Zerstörung des UNRWA-Hauptquartiers „inakzeptabel“
Scharf verurteilte Lahbib zudem die Zerstörung des UNRWA-Hauptquartiers durch israelische Einsatzkräfte in Ost-Jerusalem. Nachdem das Hauptquartier gestürmt und zerstört worden sei, sei es Ende Januar in Brand gesetzt worden, berichteten die Vereinten Nationen. „Das ist inakzeptabel - insbesondere für ein Land, das Teil der Familie der Vereinten Nationen ist“, sagte Lahbib.


