Berlin (epd). Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) hat die Ergebnisse des aktuellen Ungleichheitsberichts der Organisation Oxfam als „erschreckenden Rückschritt“ bezeichnet. Er zeige eine gefährliche Entwicklung: „Wer extrem reich ist, hat immer häufiger auch große politische Macht“, erklärte Alabali Radovan anlässlich der Veröffentlichung des Berichts am Montag. Dieser Rückschritt erinnere „an die Ständegesellschaft früherer Zeiten, in der nur die Vermögenden das Sagen hatten“, sagte sie.
Heute müsse gelten, dass jeder Mensch gleiche Rechte und die gleiche Chance habe, gehört zu werden. „Diese demokratische Errungenschaft müssen wir mit aller Kraft verteidigen“, forderte die Ministerin.
Superreiche steigerten Vermögen um 2,5 Billionen US-Dollar
Laut dem am Montag veröffentlichten Oxfam-Bericht haben Superreiche im vergangenen Jahr ihr Vermögen um 2,5 Billionen US-Dollar gesteigert. Es erreichte im Jahr 2025 einen Rekordwert von 18,3 Billionen US-Dollar. Allein der Anstieg in dem Jahr entspreche fast dem gesamten Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung.
Mit ihren immensen Ressourcen sicherten sich die Milliardäre und Milliardärinnen dabei Macht in Politik und Gesellschaft zu ihrem eigenen Vorteil, während fast die Hälfte der Menschheit in Armut lebe, erklärte die Entwicklungsorganisation. Das gefährde die Demokratie.


