UN-Kommissar fordert Stopp der Gewalt gegen Protestierende im Iran

UN-Kommissar fordert Stopp der Gewalt gegen Protestierende im Iran
Hunderte Tote, Tausende Festnahmen: Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, verlangt, dass die Verantwortlichen für die Niederschlagung der Proteste im Iran zur Rechenschaft gezogen werden müssen.

Genf (epd). Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat sich entsetzt über die staatliche Gewalt im Iran gegen Protestierende mit Hunderten Toten und Tausenden Festnahmen geäußert. Die Regierenden und Behörden müssten sofort alle Formen der Gewalt und Unterdrückung gegen friedliche Demonstranten einstellen, verlangte Türk am Dienstag in Genf. Der Zugang der Menschen zum Internet müsse wiederhergestellt werden.

Weiter verlangte Türk, dass die Verantwortlichen für die Gewalt zur Rechenschaft gezogen werden müssten. Mehrere Krankenhäuser seien Berichten zufolge mit der Zahl der Opfer, darunter auch Kinder, überfordert.

Proteste gegen das Mullah-Regime

Die landesweite Abschaltung des Internets und der Telekommunikation sei eines der größten Hindernisse für eine vollständige Überprüfung der Lage. Es gebe Berichte, wonach auch Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden seien.

Das fundamental-islamistische Regime der Mullahs im Iran sieht sich seit Wochen mit Protesten gegen seine rigide Herrschaft konfrontiert. Weite Teile der Bevölkerung leiden unter einer miserablen wirtschaftlichen Lage und wollen sich nicht weiter drangsalieren lassen.