Lutheraner gratulieren neuem Bischof im Heiligen Land

Lutheraner gratulieren neuem Bischof im Heiligen Land
Amtswechsel im Heiligen Land an den Wirkungsstätten Jesu: Imad Mousa Haddad wurde am Sonntag in der Jerusalemer Erlöserkirche als neuer Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land eingeführt.

Hannover (epd). Die deutschen Lutheraner haben dem neuen Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land zur Amtseinführung am Wochenende gratuliert. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der hannoversche Landesbischof Ralf Meister, wünschte Imad Mousa Haddad am Montag einen wachen Geist, um in einem schwierigen Umfeld das „Amt der Versöhnung“ auszufüllen. Es sei eine faszinierende und herausfordernde Aufgabe zugleich, in der Nähe der Wirkungsstätten Jesu „über Landesgrenzen und Nationalitäten hinweg eine lutherische Gemeinde zusammenzuhalten.“

Die Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), die Nordkirchen-Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, wünschte dem neuen Bischof, dass er in „unruhigen Zeiten eine Quelle der Hoffnung für alle verunsicherten und leidenden Menschen in der Region sein kann“. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land und der Lutherische Weltbund (LWB) stünden mit ihrer diakonischen Arbeit in Jerusalem, dem Westjordanland und auch im Gaza-Streifen Seite an Seite in der Hilfe für Menschen in Not.

Einführung in Jerusalemer Erlöserkirche

Imad Mousa Haddad wurde am Sonntag in der Jerusalemer Erlöserkirche in sein Amt eingeführt. Der im jordanischen Amman lebende Pfarrer war laut VELKD bereits im Juni 2025 von der Synode zum Nachfolger von Sani Ibrahim Azar gewählt worden, der nun in den Ruhestand geht. Haddad ist den Angaben zufolge der fünfte Bischof der 1959 gegründeten Kirche, der zurzeit etwa 2.000 Mitglieder in sechs Gemeinden in Jordanien, Jerusalem und dem Westjordanland angehören. Die Wurzeln der Kirche reichen ins 19. Jahrhundert zurück.

Mit der Verwendung des Begriffs „Völkermord“ für das Vorgehen Israels im Gaza-Streifen hatte Bischof Sani Ibrahim Azar am Reformationstag vergangenen Jahres kontroverse Äußerungen und Irritationen ausgelöst. Er hatte dies anschließend bedauert, seine Äußerungen seien keine politische Provokation gewesen.