Berliner Stromausfall: Bäder und Bibliotheken unterstützen

Berliner Stromausfall: Bäder und Bibliotheken unterstützen
Die Berliner Strafverfolgungsbehörden gehen am vierten Tag des Stromausfalls mehreren Hinweisen auf die Täter nach. Mittlerweile gibt es neue Hilfsangebote von Bädern und Bibliotheken.

Berlin (epd). Nach dem Brandanschlag auf das Stromnetz im Südwesten Berlins gehen Generalstaatsanwaltschaft und Polizei acht erfolgversprechenden Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) ging am Dienstag davon aus, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernimmt. Zu dem Brandanschlag am Samstagmorgen hatte sich die linksextremistische „Vulkangruppe“ bekannt.

In der Nacht zum Dienstag seien 3.500 weitere Haushalte an das Stromnetz angeschlossen worden, 25.500 seien am Dienstag noch ohne Strom gewesen, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Alle 74 Pflegeheime im Gebiet seien mittlerweile wieder versorgt.

Bundeswehr verteilt warmes Essen

Wie Innensenatorin Spranger sagte, bieten alle drei städtischen Bäder im betroffenen Gebiet (Finckensteinallee, Hüttenweg, Stadtbad Lankwitz) nun rund um die Uhr kostenlosen Zugang an, um etwa zu duschen. Die mittlerweile eingesetzte Bundeswehr verteile seit Dienstagmittag Warmverpflegung am Rathaus Wannsee und am Hüttenweg. Unterstützungsangebote kamen am Dienstag auch von den öffentlichen Bibliotheken Berlins. Diese sollen als "offene, konsumfreie und warme Orte” den Betroffenen ermöglichen, sich aufzuwärmen, zu verweilen oder auch zu arbeiten.