Nairobi, Bangui (epd). Faustin-Archange Touadéra hat die Wahl in der Zentralafrikanischen Republik gewonnen. Wie der Sender RFI berichtet, erklärte die Nationale Wahlbehörde in der Nacht zum Dienstag mit Bekanntgabe der vorläufigen Wahlergebnisse Touadéra mit 76 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger. Nur wegen einer umstrittenen Verfassungsänderung darf der seit 2016 amtierende Präsident nun seine dritte Amtszeit antreten. Das finale Wahlergebnis soll offiziell am 20. Januar verkündet werden.
Der zweitstärkste Kandidat Anicet-Georges Dologuélé, ehemaliger Ministerpräsident des Landes, erlangte knapp 15 Prozent der Stimmen. Wie der Sender RFI berichtete, erklärte er umgehend, dass er das Ergebnis nicht anerkenne. Schon vor der Wahl hatte er den voreingenommenen Wahlprozess und enge Verbindungen zwischen der Wahlbehörde und der Kampagne von Touadéra kritisiert.
Konflikt und Flucht
In der Zentralafrikanischen Republik herrscht seit dem Sturz des früheren Präsidenten Francois Bozizé ein blutiger Konflikt, an dem Regierungstruppen und verschiedene Rebellengruppen beteiligt sind. Auch russische Söldner sind in dem Land präsent. Wegen der Gewalt sind Hunderttausende Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik geflohen. Das Land ist reich an Rohstoffen, um deren Zugang gekämpft wird. Allen Konfliktparteien werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.


