Berlin (epd). Aus Sicht von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sollte dem Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA ein geordneter Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung folgen. „Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen“, schrieb Merz am Samstagabend im Netzwerk X. Eine Bewertung des völkerrechtlich umstrittenen US-Militärschlags vermied er.
„Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit. Maßstab bleibt das Völkerrecht“, heißt es dem X-Post des Kanzlers.
Merz: Maduro hat Venezuela ins Verderben geführt
Merz schrieb, Maduro habe sein Land ins Verderben geführt. „Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir - wie viele andere Staaten auf der Welt - daher nicht anerkannt“, lautet es in dem X-Beitrag und weiter: „Maduro spielte in der Region eine problematische Rolle.“
Die USA hatten Venezuela in der Nacht zum Samstag angegriffen, Präsident Maduro wurde festgesetzt und außer Landes gebracht. Laut US-Präsident Donald Trump befindet sich das gestürzte Staatsoberhaupt auf einem US-Schiff auf dem Weg in die Vereinigten Staaten, wo der 63-Jährige vor Gericht gestellt werden soll.

