Karlsruhe (epd). Die badische Landesbischöfin Heike Springhart hat in ihrer Neujahrsbotschaft angesichts gesellschaftlicher Spannungen die Hoffnung auf einen Richtungswechsel betont. „Wir leben in einer Welt, die nach Frieden lechzt, in der es Ungerechtigkeit und Betrug gibt, in einer Welt, in der das große Kräftemessen oft die vergisst, die den Preis dafür zahlen“, erklärte sie am Donnerstag laut der Homepage der badischen evangelischen Landeskirche.
Die Jahreslosung für 2026, „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“, sei für sie daher eine ermutigende Verheißung. „Das ist eine klare Kante gegen all die, die in eigener Selbstherrlichkeit das bisher Dagewesene einfach wegwischen wollen.“ Ihnen sage Gott, dass er es sei, der alles neu mache. Das bedeute auch: „Wir leben hier in einem Provisorium, nicht in der besten aller möglichen Welten.“
Diese Welt und ihre Möglichkeiten seien noch nicht am Ende. „Es steckt ein Zauber des Anfangs darin. Alles neu. Es gibt die Chance auf einen neuen Anfang. Im Großen und in den persönlichen Beziehungen“, sagte Springhart. Die Verheißung der Jahreslosung sei aber nicht der Turbo für alle möglichen Innovationen. Auch 2026 werde ein Jahr sein, in dem Gott seine Welt und die Menschen nicht fallen lasse - und neu mache, was renovierungsbedürftig sei.